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Amundi ETF: Globale und europäische Mittelzuflüsse September 2020

Amundi ETF:  Die Nachfrage nach ETFs blieb auch im September stark. Die Mittelzuflüsse entsprachen mit 48,6 Mrd. Euro annähernd denen des Vormonats.

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Hermann Pfeifer, Head of ETF, Indexing & Smart Beta Deutschland, Österreich und Osteuropa


ETF-Nachfrage bleibt im September hoch – Anleger switchen weiter in Risikoanlagen

Das Interesse an Risiko-Assets nahm zu, wobei die Zuflüsse in Aktien-ETFs (+33 Mrd. €) wieder vor denen in Renten-ETFs (+13,9 Mrd. €) lagen.

Diese Vorliebe für hochverzinsliche, weniger sichere Anlagen spiegelt sich in fast jeder Vermögensallokation wider.

Anleihen: Europäische Anleger wenden sich risikoreicheren Renten-ETFs zu

  • Der September war der erste Monat seit Krisenbeginn, in dem Mittel aus europäischen Anleihe-ETFs abgezogen wurden (-410 Mio. €).
  • Während es in der Summe keine Mittelzuflüsse bei Anleihe-ETFs gab, switchten Investoren innerhalb der Anlageklasse zu risikoreicheren Segmenten des Bond-Markts.
  • So verzeichneten Staatsanleihen aus den USA und der Eurozone Abflüsse in Höhe von 473 Mio. € bzw. 478 Mio. €, während chinesische und Schwellenländer-ETFs Mittel in Höhe von 1 Mrd. € bzw. 740 Mio. € zuflossen.
  • Auch bei Unternehmensanleihen kam es zu einer erheblichen Rotation von 1,9 Mrd. €. Innerhalb dieser Anlageklasse zogen Anleger 1,26 Mrd. € aus Eurozonen-Anleihen mit Investment-Grade-Rating ab und investierten 253 Mio. € in US-Hochzinsanleihen – ein weiterer Beweis für den gestiegenen Appetit auf risikoreichere und ertragreichere Anlagen.

Erstmals seit Krisenbeginn gewichten Anleger wieder globale und US-Aktien-ETFs über

  • Europäischen Aktien-ETFs sind im September 6,4 Mrd. € zugeflossen. Anleger wendeten sich auch innerhalb dieser Anlageklasse risikoreicheren Segmenten zu.
  • Der Trend des Vormonats zu globalen und nordamerikanischen Aktien setzte sich mit Zuflüssen von 1 Mrd. € sowie 2,9 Mrd. € fort. Der September war der erste Monat seit Beginn der Corona-Krise, in dem Anleger diese beiden Anlageklassen übergewichtet haben.
  • Weitere Belege für eine gewachsene Risikobereitschaft sind Mittelzuflüsse in den Material-Sektor im Volumen von 459 Mio. € und in die Industrie im Volumen von 194 Mio. € – beides zyklische Sektoren, die sich in Phasen wirtschaftlicher Erholung tendenziell gut entwickeln.
  • Während Smart-Beta-Strategien in der Summe keine signifikanten Zuflüsse verbuchen konnten, waren sowohl Momentum (+264 Mio. €) als auch Value (253 Mio. €) bei Anlegern gefragt. Auch diese Faktoren tendieren dazu, sich in steigenden Märkten und bei sich verbessernden Wachstumsaussichten gut zu entwickeln.
  • Im Laufe des Septembers investierten Anleger 3,2 Mrd. € in europäische ESG-ETFs. Insgesamt betragen die gesamten Zuflüsse in europäische ESG-ETFs in diesem Jahr fast 20 Mrd. €. Dies ist mehr als dreimal so viel wie zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. ESG ist die einzige Aktien-Strategie, die während der Krise keinen Einbruch erlitten hat und nach wie vor an Popularität zu gewinnen scheint.

Quelle: ETFWorld.de

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