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Wiedenmann Thomas Amundi ETF ©SLAVICA

Amundi ETF: Globale und europäische Mittelzuflüsse September 2021

Amundi ETF:  Globale ETF-Märkte mit Zuflüssen von 803 Mrd. Euro seit Jahresbeginn – Aktien im Fokus.

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Thomas Wiedenmann, Head of Amundi ETF, Indexing & Smart Beta – Deutschland, Österreich und Osteuropa ( Photo @SLAVICA)


In den ersten neun Monaten dieses Jahres beliefen sich die weltweiten ETF-Zuflüsse auf 803 Mrd. Euro. 80 % davon entfielen auf die USA (+638,5 Mrd. Euro), 16 % auf Europa (+126 Mrd. Euro) und 5 % auf Asien (+38,3 Mrd. Euro).

Aktien waren die beliebteste Anlageklasse, auf die mit 595 Mrd. Euro fast drei Viertel aller Mittelzuflüsse entfielen. Damit setzte sich der Trend des ersten Halbjahres fort, in dem auf Aktien-ETFs ebenfalls rund 75 % aller Mittelzuflüsse entfielen. In Anleihe-ETFs flossen global 202 Mrd. Euro, was einem Viertel aller Zuflüsse entspricht. Anleger zogen dabei Staatsanleihen gegenüber Unternehmensanleihen vor.

Mittelzuflüsse in Europa – Highlights im September 2021
Aktien: Anleger switchen weiterhin in ESG-ETFs

In Europa registrierten Aktien-ETFs flossen in den ersten neun Monaten dieses Jahres Neugelder in Höhe von 92,3 Mrd. Euro zu. Globale Indizes waren mit Zuflüssen von 44,4 Mrd. Euro am beliebtesten gefolgt von Nordamerikaindizes (+25,7 Mrd. Euro) und globalen Schwellenländerindizes (+7,9 Mrd. Euro).

Anleger switchten weiterhin von traditionellen in ESG-ETFs, denen in den ersten neun Monaten des Jahres 44,1 Milliarden Euro zuflossen. Die beliebtesten ESG-Produkte waren ETFs auf Nordamerika-ESG-Indizes (+16,5 Mrd. Euro), weltweite ESG-Indizes (+14 Mrd. Euro) und globale Schwellenländerindizes (+4,4 Mrd. Euro).

64 % der Allokation in Nordamerika-Indizes entfielen in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf ESG-ETFs; während es bei globalen ESG-Indizes 31 % der Gesamtallokation waren. Bei Schwellenländer-ETFs entfiel ebenfalls mehr als die Hälfte der Neugelder (55 %) auf ESG-Indizes.

Auch, wenn die Nachfrage nach Value-ETFs im bisherigen Jahresverlauf mit 6,7 Mrd. Euro insgesamt gut war, verzeichnete diese Strategie im September Abflüsse im Volumen von 888 Mio. Euro.

Anleihen: Risk-on oder Risk-off?

In den ersten neun Monaten dieses Jahres belief sich die Nachfrage nach in Europa gelisteten Anleihe-ETFs auf 30,6 Mrd. Euro. Unternehmensanleihen (+15,3 Mrd. Euro) standen dabei gegenüber Staatsanleihen (+12 Mrd. Euro) stärker im Fokus.

In punkto Risikobereitschaft zeichnet sich auf der Anleiheseite kein einheitliches Bild ab. Einerseits waren Anleger mit Blick auf die anziehenden Teuerungsraten in den USA und in Europa besorgt und setzten auf chinesische Staatsanleihen (+7,7 Mrd. Euro) sowie inflationsgebundene Anleihen. So legten ETFs auf inflationsgebundene Anleihen in den USA sowie in der Eurozone um jeweils 2 Mrd. Euro und ETFs auf kurzfristige US-Schuldtitel um 2,7 Mrd. Euro zu. Andererseits waren auch ETFs auf Unternehmensanleihen der Eurozone (+4,3 Mrd. Euro) und den USA (+4,0 Mrd. Euro) sowie US-Hochzinsanleihen (+1,7 Mrd. Euro) gefragt.

Die Zuflüsse in ESG-Anleiheindizes beliefen sich in den ersten neun Monaten auf 14 Mrd. Euro, was 46 % der gesamten Zuflüsse entspricht. Anleger investierten 5,4 Mrd. Euro in US-ESG-Unternehmensanleihe-Indizes und 2,9 Mrd. Euro in entsprechende Produkte mit Fokus auf die Eurozone. Die Umstellung von traditionellen in ESG-Indizes setzt sich also weiter fort und unterstreicht das Anlegerinteresse an nachhaltigen Anleihe-ETFs.

Quelle: ETFWorld.de

 

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