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BlackRock Global ETP Landscape Report für Oktober 2016.

Die Highlights: ETPs auf US- und Schwellenländeraktien waren im Oktober besonders beliebt. Ihnen flossen 8,1 beziehungsweise 3,6 Milliarden Dollar zu……


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Ursula Marchioni, Chef-Strategin in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) für iShares bei BlackRock


In Bezug auf US-Aktien war die Stimmung von Investoren aus den USA anders als die europäischer Anleger: Erstere investierten 8,6 Milliarden Dollar in Produkte auf den breiten US-Aktienindex S&P 500, letztere zogen unter dem Strich 0,40 Milliarden Dollar aus US-Aktienprodukten ab.

ETPs auf US-Finanzwerte verbuchten 1,3 Milliarden Dollar frisches Kapital. Davon kamen 417 Millionen Dollar von europäischen und 790 Millionen Dollar von US-Investoren.

Produkte auf Kreditpapiere waren bei europäischen Anlegern besonders beliebt. Dementsprechend flossen 730 Millionen Dollar in ETPs auf Unternehmensanleihen der Eurozone und 600 Millionen Dollar in US-Unternehmenspapiere. Ganz anders US-Anleger, die 1,5 Milliarden Dollar aus entsprechenden Produkten abzogen und stattdessen breiter gefasste Investments in europäische und US-Anleihen bevorzugten.

ETPs auf TIPS und andere Inflationsindexierte Anleihen verzeichneten 1,5 Milliarden Dollar frisches Kapital (September: 0,68 Milliarden Dollar), unterstützt durch die Erholung des Ölpreises.

Die Zuflüsse in Edelmetallprodukte blieben angesichts der Unsicherheit durch die US-Wahlen stabil: Anleger investierten im Laufe des Monats eine Milliarde beziehungsweise 150 Millionen Dollar in Gold- und Silber-ETPs. 

Bei Rohöl-ETPs beliefen sich die Abflüsse auf 1,1 Milliarden Dollar. Weltweit verbuchten ETPs im August Nettozuflüsse in Höhe von 39,8 Milliarden Dollar. Somit hat die Branche einen weiteren sehr starken Monat erlebt, ohne dass Investoren sich von den Sommerferien beirren lassen hätten.   

Ursula Marchioni, Chef-Strategin für iShares in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) bei BlackRock, kommentiert: „Die Bedenken europäischer Investoren im Hinblick auf den heimischen Bankensektor sind nicht vom Tisch. Insofern hat es im Oktober praktisch keine Zuflüsse in europäische Finanzwerte gegeben. Im starken Gegensatz dazu haben europäische Anleger 400 Millionen Dollar in US-Finanzwerte investiert.

Gleichzeitig haben Investoren Positionen in Schwellenländern ausgebaut. Allein im Oktober vertrauten sie Schwellenländeraktien 3,6 Milliarden Dollar zusätzlich an, vor allem über breite Indizes. Schwellenländeranliehen blieben ebenfalls gefragt und verbuchten 600 Millionen Dollar, unterstützt durch die anhaltende Jagd nach Erträgen.

Die Zuflüsse in Gold haben im Oktober an Fahrt gewonnen, weil Anleger in Anbetracht von Unsicherheitsfaktoren wie der US-Wahl einen sicheren Hafen gesucht haben. Branchenweit beliefen sich die Zuflüsse auf fast eine Milliarde Dollar.

Der Preis von Rohöl der Sorte Brent ist im Oktober um 1,7 Prozent gefallen. Denn die Aussichten auf eine Produktionsbegrenzung durch die OPEC blieben ungewiss. Angesichts dessen zogen Investoren im Laufe des Monats mehr als eine Milliarde Dollar aus Rohöl-ETPs ab. Dies steht im starken Gegensatz zu den Zuflüssen in Höhe von 435 Milliarden Dollar, die wir im September gesehen haben.

Bei US-Aktien verliefen die Kapitalflüsse im Vorfeld der US-Wahlen volatiler als im dritten Quartal, auf Monatssicht fielen sie positiv aus.“

 

Quelle: ETFWorld.ch

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