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BlackRock: Global ETP Landscape und europäische ETP-Trends April 2018

Die globalen Highlights: Die globalen Nettozuflüsse haben sich im April gegenüber dem März verdoppelt, von 17,7 auf 35,4 Milliarden Dollar. Vor allem die Zuflüsse in Anleihen-ETFs haben angezogen. Zudem fielen die Kapitalströme bei Produkten auf US-Aktien nach zwei Monaten mit Abflüssen wieder positiv aus….

Wei Li, Leiterin der Kapitalmarktstrategie bei iShares in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) bei BlackRock


Anleihen-ETFs haben im April weltweit 17,3 Milliarden Dollar frisches Kapital verbucht – so viel wie seit zehn Monaten nicht. Die Neuanlagen waren breit gestreut, inklusive US-Staatsanleihen (6,6 Milliarden Dollar), Investmentgrade-Unternehmensanleihen (3,2 Milliarden Dollar) und breit anlegender Multi-Branchen-Fonds (3 Milliarden Dollar).

In Anbetracht starker Quartalsberichte der Unternehmen vertrauten Anleger ETPs auf US-Aktien 6,9 Milliarden Dollar frisches Kapital an. Im März hatten sie dagegen unter dem Strich 7,1 Milliarden Dollar aus entsprechenden Produkten abgezogen.

Gold-ETPs verzeichneten Nettozuflüsse in Höhe von 2,9 Milliarden Dollar – so viel wie seit Juli 2016 nicht. Das deutet – ebenso wie die Zuflüsse in Produkte auf US-Staatsanleihen – auf Nachfrage nach Anlageklassen hin, die als sichere Häfen gelten.

Wei Li, Leiterin der Kapitalmarktstrategie bei iShares in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) bei BlackRock, kommentiert die drei Kerntrends am europäischen ETP-Markt im April wie folgt:

1. Gold-Standard

„Rohstoffprodukte haben die Zufluss-Statistiken im April angeführt und verbuchten im Laufe des Monats 1,7 Milliarden Dollar frisches Kapital – der höchste Wert seit Februar 2017. Der Löwenanteil davon entfiel mit einer Milliarde Dollar auf Goldprodukte – eine Folge anhaltender Spannungen im Welthandel sowie der gemischten Stimmung am Aktienmarkt.“

2. US-Aktien statt europäischer Werte

„Aus Aktien-ETPs, die in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) aufgelegt sind, flossen im April 1,9 Milliarden Dollar ab. Davon waren mit minus 4,3 Milliarden Dollar vor allem Produkte auf europäische Aktien betroffen. Verschiedene Makrodaten aus der Eurozone, die gemischt ausfielen, kombiniert mit im Vergleich zu Europa stärkeren Gewinnerwartungen in den USA, haben die Zuversicht der Anleger offenbar gedämpft. Auf der anderen Seite verbuchten ETFs auf US-Aktien, die in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) aufgelegt sind, den zwölften Monat in Folge Zuflüsse. Hintergrund dafür dürften starke Gewinnerwartungen und robuste Makrodaten sein.“

3. Steigende Zinsen

„Bei Anleihen-ETFs fielen die Zuflüsse im April wieder positiv aus. Produkte, die in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) aufgelegt sind, verbuchten unter dem Strich 1,5 Milliarden Dollar frisches Kapital. Schwellenländeranleihen und Investmentgrade-Unternehmenspapiere waren nach wie vor nicht besonders gefragt. Die Abflüsse bei entsprechenden Produkten summierten sich auf minus 475 Millionen Dollar. Im Gegensatz dazu erfreuten sich ETPs auf Staatsanleihen den dritten Monat in Folge der größten Beliebtheit im Anleihenbereich. Die Zuflüsse in diesem Segment beliefen sich auf 1,5 Milliarden Dollar. Innerhalb dieses Segments floss mit 539 Millionen Dollar besonders viel Kapital in Produkte mit kurzen Laufzeiten. Das kurze Ende der Zinsstrukturkurve wirkt auf Anleger offenbar attraktiv. Denn dort bietet sich die Möglichkeit, Renditen oberhalb der Inflationsrate zu erzielen und gleichzeitig den Schutz eines sicheren Hafens in Zeiten unruhiger Märkte zu genießen.“

 

Quelle: ETFWorld

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