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DAX: Sell in May and go away…?

Chmaj Martin GKFX

Die ersten Handelstage im Mai haben wir nun hinter uns gebracht und wir stellen fest – diese sind relativ ruhig verlaufen….…

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Von Chmaj Martin GKFX


 

Der deutsche Leitindex pendelte in einer Spanne zwischen 12.300 und 12.400 Punkten, erst am Freitag gelang es den Anlegern eine erhöhte Dynamik auf der Oberseite zu aktivieren und die Range zu verlassen. Zum Handelsende notierte der DAX bei 12.412 Zählern.

Noch im April verzeichnete das Börsenbarometer ein Plus von satten 7 Prozent – seit Jahresbeginn beträgt der Gewinn 17 Prozent.

Wir befinden uns weiterhin in der Berichtsaison. Ein großer Teil der Quartalsbilanzen steht noch aus. In der vergangenen Woche konnte Apple überzeugen, nachdem das Unternehmen die Erwartungen der Wall Street übertraf. Zu den Verlierern gehörte definitiv Googles Muttergesellschaft Alphabet Inc. – die Aktie verlor nach Bekanntgabe der Ergebnisse 7,5 Prozent.

Kommen wir zu der alten Börsenweisheit „Sell in May and go away“. Könnte es sich lohnen in diesem Monat die angelaufenen Gewinne einzustreichen?

Aus charttechnischer Sicht ist eine Konsolidierung sehr wahrscheinlich. Diese wäre aus meiner Sicht durchaus gesund und würde die überkaufte Lage etwas abbauen.

Ebenfalls dürfen die Marktteilnehmer die Krisenherde wie Brexit und den Handelskrieg nicht aus den Augen verlieren. Wir müssen in diesem herausfordernden Börsenmonat also wachsam sein.

07-05-19 Dax

Charttechnik

Die Bullen dominieren weiterhin das Geschehen. Aber Vorsicht! Wie bereits erwähnt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir in den nächsten Tagen einen Rücksetzer erleben, relativ hoch.

Die erste ersichtliche Supportzone auf der Unterseite liegt bei 11.837. Sollte es unter dieses Level gehen, so ist gar ein Abverkauf an das entscheidende Tief bei 11.268 möglich. Die Wolke dient im Tageschart als Unterstützungszone.

Erst unterhalb von 11.268 wäre das Long-Szenario dahin.

Kurzer Exkurs Ichimoku

Der Indikator besteht aus fünf verschiedenen Linien und einer sogenannten Wolke. Sie ist der zentrale Mittelpunkt und das Herzstück.

Daher auch der Name „Wolkenindikator“. Die Wolkenkanten zeigen mögliche Unterstützungs- bzw. Widerstandspunkte an.

Update

Die Trading-Idee, im Bereich von 12.300 einen spekulativen Long-Trade mit einem engen Stopp abzusetzen, ist hinfällig. Der DAX notiert vorbörslich tief im Minus bei 12.234 Zählern und hat somit den Aufwärtstrend im Stundenchart gebrochen.

Der Grund: Im Handelskrieg mit China hat US-Präsident Donald Trump den Druck drastisch erhöht und die bereits geltenden Zölle auf Waren aus China im Wert von 200 Milliarden Dollar von 10 auf 25 Prozent erhöht. Ich empfehle zum Wochenbeginn an der Seitenlinie zu verbleiben.

Quelle: ETFWorld

 

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