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Deutsche Börse AG veröffentlicht Ergebnis für Q2/2014

Nettoerlöse von 488 Mio. €/Operative Kosten vor Sondereffekten von 249 Mio. €/Bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,90 €/Nettoerlöse und bereinigtes Ergebnis je Aktie im ersten Halbjahr leicht über Vorjahr….


Deutsche Börse


Die Deutsche Börse AG hat am Donnerstag ihre Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2014 veröffentlicht. Die Gruppe erzielte Nettoerlöse in Höhe von 488,4 Mio. €, was einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr entspricht (Q2/2013: 497,1 Mio. €). Die um Sondereffekte bereinigten operativen Kosten lagen mit 249,3 Mio. € planmäßig über dem Vorjahr (Q2/2013: 234,1 Mio. €). Der Anstieg ist bedingt durch Konsolidierungseffekte sowie höhere Investitionen in Wachstumsinitiativen und Infrastruktur. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei
240,6 Mio. € (Q2/2013: 266,0 Mio. €). Damit erzielte der Konzern ein bereinigtes unverwässertes Ergebnis je Aktie von 0,90 € (Q2/2013: 0,97 €).

 

Im ersten Halbjahr 2014 erzielte die Gruppe Nettoerlöse in Höhe von 1.002,6 Mio. €, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (H1/2013: 981,4 Mio. €). Die bereinigten operativen Kosten der Gruppe lagen bei 492,7 Mio. € (H1/2013: 463,6 Mio. €). Das bereinigte EBIT lag bei 512,2 Mio. € (H1/2013: 523,8 Mio. €) und das bereinigte unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg leicht auf 1,90 € (H1/2013: 1,89 €).

Gregor Pottmeyer, Personal- und Finanzvorstand der Deutsche Börse AG, sagte: „Das Ergebnis im zweiten Quartal wurde durch die geringe Aktienmarktvolatilität und das äußerst niedrige Zinsniveau belastet, was die Gruppe aber durch neue Rekordstände bei Clearstream und die positive Entwicklung im Segment Market Data + Services teilweise ausgleichen konnte. Mit ihrem diversifizierten Geschäftsmodell verfügt die Gesellschaft auch in Phasen niedriger Volatilität über hohe Ertragskraft und sieht sich auf gutem Weg, die für 2014 gesteckten Ziele zu erreichen.“

Weiterhin sagte Pottmeyer: „Um die anhaltenden zyklischen Schwächen in unseren Kernmärkten zu kompensieren, treiben wir die Erschließung neuer Wachstumsfelder und den Ausbau unseres Geschäfts in Asien konsequent weiter voran.“

Die Gruppe Deutsche Börse hat im zurückliegenden Quartal weiter mit Hochdruck an den mittelfristigen Wachstumsinitiativen gearbeitet und dabei in allen Bereichen Fortschritte erzielt. Einer der Schwerpunkte der Strategie ist das Wachstum in Asien. Neben dem in Asien bereits sehr etablierten Dienstleistungsangebot von Clearstream steht auch der Ausbau im Derivatebereich im Fokus. So wurde beispielsweise im Mai der Eurex/TAIFEX-Link eingeführt, der Eurex-Teilnehmern den Handel und das Clearing von Futures und Optionen auf den taiwanesischen Leitindex TAIEX ermöglicht. Auch der Aufbau des für 2015 geplanten Clearinghauses für Derivate in Singapur verläuft planmäßig. Zudem wurde mit der China Investment Services (CIIS), eine Tochtergesellschaft der Shanghai Stock Exchange, ein Abkommen getroffen wonach CIIS als offizieller Lieferant und Lizenzgeber von Deutsche Börse Marktdaten in Festlandchina agiert. Bereits im ersten Quartal hatte die Deutsche Börse die bestehende Partnerschaft mit der Bank of China ausgebaut. Im Rahmen dieser Partnerschaft wird die Bank of China Handels- und Clearingmitglied bei der Gruppe Deutsche Börse, was chinesischen Emittenten und asiatischen Anlegern direkten Zugang zu den deutschen und europäischen Kapitalmärkten, z. B. durch Börsengänge, verschafft.

Vor dem Hintergrund der Wachstumsstrategie in Asien plant das Unternehmen, der nächsten regulären Hauptversammlung im Mai 2015 Frau Amy Yok Tak Yip als Kandidatin für den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Frau Yip hat umfangreiche Erfahrung in der asiatischen Finanzindustrie, u.a. durch führende Positionen bei der Hong Kong Monetary Authority und der DBS Bank. Aktuell ist sie Mitglied der Geschäftsführung der Kapitalanlagegesellschaft RAYS Capital Partners in Hong Kong.

Ergebnis Q2/2014

Insgesamt lagen die Nettoerlöse der Gruppe Deutsche Börse im zweiten Quartal 2014 bei 488,4 Mio. €; dies entspricht einem leichten Rückgang von 2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode (Q2/2013: 497,1 Mio. €). Im Nachhandelssegment Clearstream und im Segment Market Data + Services steigerte die Gruppe die Nettoerlöse, konnte damit den Rückgang der Nettoerlöse im Derivatesegment Eurex aber nicht vollständig kompensieren. Die Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft gingen trotz eines weiteren Wachstums der Kundenbareinlagen aufgrund anhaltend niedrigen Leitzinsen leicht auf 10,4 Mio. € zurück (Q2/2013: 11,2 Mio. €).

Die operativen Kosten lagen mit 254,4 Mio. € über denen des Vorjahresquartals (Q2/2013: 243,8 Mio. €). Sie beinhalten Kosten maßgeblich für Effizienzprogramme in Höhe von 5,1 Mio. € (Q2/2013: 9,7 Mio. €). Um diese Sondereffekte bereinigt, lagen die operativen Kosten bei 249,3 Mio. € (Q2/2013: 234,1 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf Konsolidierungseffekte und höhere Investitionen zurückzuführen. Das Beteiligungsergebnis belief sich im zweiten Quartal auf 1,8 Mio. € (Q2/2013: 3,0 Mio. €).

Das EBIT lag im zweiten Quartal 2014 infolge der Entwicklung der Nettoerlöse und der operativen Kosten bei 235,8 Mio. € (Q2/2013: 256,3 Mio. €). Um Sondereffekte bei den Kosten bereinigt belief sich das EBIT auf 240,6 Mio. € (Q2/2013: 266,0 Mio. €). Das Finanzergebnis der Gruppe verbesserte sich im zweiten Quartal 2014 maßgeblich aufgrund der im Jahr 2013 abgeschlossenen vorteilhaften Refinanzierung langfristiger Finanzverbindlichkeiten auf –10,4 Mio. € (Q2/2013: –20,1 Mio. €). Die um Sondereffekte bereinigte Steuerquote belief sich im zweiten Quartal 2014 auf
26,0 Prozent (Q2/2013: 26,0 Prozent).

Der Konzern-Periodenüberschuss für das zweite Quartal 2014 lag bei 159,3 Mio. € (Q2/2013: 171,0 Mio. €). Bereinigt um die genannten Sondereffekte lag der Konzern-Periodenüberschuss bei 165,2 Mio. € (Q2/2013: 178,2 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag im zweiten Quartal 2014 auf Basis des gewichteten Durchschnitts von 184,1 Mio. ausstehenden Aktien bei 0,87 € (Q2/2013: 0,93 € bei 184,1 Mio. ausstehenden Aktien) und bereinigt bei 0,90 € (Q2/2013: 0,97 €).

Quelle: ETFWorld.de

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