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Deutsche Börse AG veröffentlicht Ergebnis für Q3/2014

Nettoerlöse in Q3 auf 496 Mio. € gestiegen / Operative Kosten vor Sondereffekten von 266 Mio. € / Bereinigtes Ergebnis je Aktie (EPS) von 0,85 € / Nettoerlöse und EPS in den ersten neun Monaten leicht über Vorjahr / Clearstream besteht EZB-Stresstest..

 

Die Deutsche Börse AG hat am Montag ihre Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2014 veröffentlicht. Die Gruppe erzielte Nettoerlöse in Höhe von 495,9 Mio. €, was einem Anstieg von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht (Q3/2013: 457,9 Mio. €). Die um Sondereffekte bereinigten operativen Kosten lagen mit 266,0 Mio. € planmäßig über denen des Vorjahres (Q3/2013: 236,1 Mio. €). Der Anstieg ist bedingt durch Konsolidierungseffekte sowie höhere Investitionen in Wachstumsinitiativen und Infrastruktur. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 4 Prozent auf 233,5 Mio. € (Q3/2013: 224,0 Mio. €). Damit erzielte der Konzern ein bereinigtes unverwässertes Ergebnis je Aktie von 0,85 € (Q3/2013: 0,83 €).

In den ersten neun Monaten 2014 erzielte die Gruppe Nettoerlöse in Höhe von 1.498,5 Mio. €, ein Anstieg von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Q1–3/2013: 1.439,3 Mio. €). Die bereinigten operativen Kosten der Gruppe lagen bei 758,7 Mio. € (Q1–3/2013: 699,7 Mio. €). Das bereinigte EBIT lag bei 745,7 Mio. € (Q1–3/2013: 747,8 Mio. €) und das bereinigte unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg leicht auf 2,75 € (Q1–3/2013: 2,72 €).

Gregor Pottmeyer, Personal- und Finanzvorstand der Deutsche Börse AG, sagte: „Zum Ende des dritten Quartals hat sich die Handelsaktivität an den Märkten der Gruppe deutlich belebt. In Verbindung mit kontinuierlichem Wachstum bei Clearstream und im Segment Market Data + Services konnte die Gruppe ihre Nettoerlöse und das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr steigern.“

Des Weiteren sagte Pottmeyer: „Im Oktober hat sich der Wachstumstrend, mit teilweise hohen zweistelligen Wachstumsraten, weiter fortgesetzt. Vor diesem Hintergrund bestätigt die Gruppe ihre Prognose für 2014 und erwartet nun Nettoerlöse ungefähr in der Mitte der Prognosebandbreite von 1,9 bis 2,1 Mrd. €. Bei den operativen Kosten rechnet die Gruppe unverändert mit 1.050 Mio. €, vor Sonder- und Konsolidierungseffekten.“

Ergebnis Q3/2014

Insgesamt lagen die Nettoerlöse der Gruppe Deutsche Börse im dritten Quartal 2014 bei 495,9 Mio. €; dies entspricht einem Anstieg von 8 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode (Q3/2013: 457,9 Mio. €). Der Anstieg der Nettoerlöse im Derivatesegment Eurex und im Nachhandelssegment Clearstream sowie das weitere Wachstum im Segment Market Data + Services konnten dabei einen leichten Rückgang der Nettoerlöse im Kassamarktsegment Xetra überkompensieren. Die Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft stiegen maßgeblich aufgrund eines Einmaleffekts in Höhe von 2,1 Mio. € auf 9,6 Mio. € (Q3/2013: 8,1 Mio. €).

Die operativen Kosten lagen im dritten Quartal mit 274,0 Mio. € unter denen des Vorjahresquartals (Q3/2013: 359,1 Mio. €). Sie enthalten Kosten maßgeblich für Effizienzprogramme in Höhe von 8,0 Mio. € (Q3/2013: 123,0 Mio. €; inkl. 114,8 Mio. € Vergleichszahlung an die amerikanische Exportkontrollbehörde OFAC). Um diese Sondereffekte bereinigt lagen die operativen Kosten bei 266,0 Mio. € (Q3/2013: 236,1 Mio. €). Der planmäßige Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf Konsolidierungseffekte und höhere Investitionen zurückzuführen. Das Beteiligungsergebnis belief sich auf 10,6 Mio. € (Q3/2013: 2,2 Mio. €). Es beinhaltete zwei gegenläufige Sondereffekte: Zum einen entstand ein einmaliger Ertrag aufgrund der nachträglichen Anpassung des beizulegenden Zeitwertes der übertragenen Gegenleistung aus dem Erwerb der European Energy Exchange AG (EEX). Zum anderen wurde eine Wertminderung auf die Beteiligung an der Zimory GmbH vorgenommen. Bereinigt lag das Beteiligungsergebnis bei 3,6 Mio. € (Q3/2013: 2,2 Mio. €).

Das EBIT lag im dritten Quartal infolge der Entwicklung der Nettoerlöse und der operativen Kosten bei 232,5 Mio. € (Q3/2013: 101,0 Mio. €). Um Sondereffekte bereinigt belief sich das EBIT auf 233,5 Mio. € (Q3/2013: 224,0 Mio. €). Das Finanzergebnis der Gruppe lag bei –14,0 Mio. € (Q3/2013: –12,9 Mio. €). Die um die oben genannten Sondereffekte und einen Einmaleffekt im Rahmen einer Steuerrückerstattung bereinigte Steuerquote belief sich auf 26,0 Prozent (Q3/2013: 26,0 Prozent).

Der Konzern-Periodenüberschuss für das dritte Quartal 2014 lag bei 160,0 Mio. € (Q3/2013: 61,6 Mio. €). Bereinigt um die genannten Sondereffekte lag der Konzern-Periodenüberschuss bei 155,9 Mio. € (Q3/2013: 152,6 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag auf Basis des gewichteten Durchschnitts von 184,2 Mio. ausstehenden Aktien bei 0,87 € (Q3/2013: 0,33 € bei 184,1 Mio. ausstehenden Aktien) und bereinigt bei 0,85 € (Q3/2013: 0,83 €).

Ergebnis des Stresstests der Europäischen Zentralbank für die Clearstream Banking S.A.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 26. Oktober 2014 die Ergebnisse ihres Stresstests und der umfassenden Bewertung von Banken (Comprehensive Assessment) veröffentlicht. Im Vorgriff auf den am 4. November 2014 startenden einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Bankenunion) mit der EZB als oberster Bankenaufsichtsbehörde im Euroraum hatte die EZB dazu in den letzten Monaten die Bilanzen von 130 Banken und Bankengruppen aus dem Euroraum einer umfassenden Analyse unterzogen und nun, entsprechend der Zielsetzung der Bankenunion, letztlich 120 als „bedeutende Institute“ eingestuft.

Als zentrale Infrastruktur für die Integrität der Kapitalmärkte mit einer Banklizenz war die Clearstream Banking S.A., Luxemburg, in den Prüfungsvorgang der EZB aufgenommen worden. Clearstream hat den Stresstest mit sehr guten Ergebnissen für alle Szenarien bestanden. Im Rahmen der umfangreichen Bewertung zur Überprüfung der Bilanzen und der ausreichenden Deckung des Eigenkapitals wurde eine hohe Widerstandsfähigkeit der Institution festgestellt. Unter den einheitlichen Vorgaben des Stresstests konnte die Clearstream Banking S.A. eine Core Tier 1-Quote von knapp 20 Prozent erreichen.

Quelle: ETFWorld.de

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