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Global ETP Landscape Report von BlackRock für Januar 2016.

Die Highlights: Weltweit haben Investoren angesichts erhöhter Marktvolatilität und abnehmender Wachstumsprognosen für die globale Wirtschaft 13,9 Milliarden Dollar frisches Kapital in ETPs investiert…..


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Ursula Marchioni, Chef-Strategin in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) für iShares bei BlackRock


Die Turbulenzen am globalen Aktienmarkt haben viele Investoren in sicheren Häfen wie Staatsanleihen von Industrieländern Zuflucht suchen lassen. So haben ETPs auf US-Staatspapiere Zuflüsse in Höhe von 9,1 Milliarden Dollar verbucht – dies entspricht dem dritthöchsten monatlichen Nettomittelaufkommen der vergangenen fünf Jahre. Angesichts dessen könnte der bisherige Jahresrekord in Höhe von 14,4 Milliarden Dollar für 2009 auf der Kippe stehen.

In Erwartung weiter geldpolitischer Lockerungsmassnahmen vonseiten der Bank of Japan und EZB haben ETPs auf japanische und europäische Aktien unter dem Strich 5,2 Milliarden Dollar beziehungsweise 2,4 Milliarden Dollar frisches Kapital verbucht.

Aus ETPs auf US-Aktien sind 11,2 Milliarden Dollar abgeflossen. Investoren haben ihre Bestände in konjunktur- und marktsensitiven Sektoren reduziert, darunter speziell Small und Mid Caps (minus 3,4 Milliarden Dollar) und zyklische Sektoren (minus 3,5 Milliarden Dollar). Minimum-Volatility-Produkte haben 1,3 Milliarden Dollar verbucht – vor allem von Investoren, die auf US-Aktien setzen wollten.

In Europa haben Kommentare der EZB Produkten auf den breiten europäischen Aktienmarkt Nettozuflüsse in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar beschert. ETPs auf britische Aktien brachten es auf 821 Millionen Dollar. Staatsanleihen waren das Mittel der Wahl, um Portfoliorisiken taktisch anzupassen. Die entsprechenden ETPs verzeichneten frisches Kapital in Höhe von 1,4 Mrd. Dollar. Allerdings haben Abflüsse bei Kreditprodukten (minus 663 Millionen Dollar) dies teilweise aufgewogen.

Bei Rohstoff-ETPs beliefen die Nettozuflüsse sich auf 4,3 Milliarden Dollar – das entspricht dem stärksten Monat seit Februar 2015. Bedarf bestand vor allem an Produkten auf Rohöl und Gold, die Zuflüsse in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar beziehungsweise 1,9 Milliarden Dollar registrierten.

Sven Württemberger, Head iShares deutschsprachige Schweiz, kommentiert: „Nach rekordhohen ETP-Zuflüssen 2015 mit einer noch nie da gewesenen Akzeptanz für passive Aktien- und Fixed-Income-Anlagen und einer wachsenden Anlegerbasis von institutionellen und privaten Anlegern drehte der zuvor positive Trend im Januar. Nachdem die globalen Aktienmärkte zum Jahresauftakt zweistellige Verluste verbuchten, der Ölpreis so tief sank wie seit Anfang der 2000er-Jahre nicht mehr und die Schwellenländer immer weiter ins Minus zog, erreichte die Volatilität abermals Spitzenwerte und drängte die Anleger aus den Kapitalmärkten heraus. Nichtsdestotrotz vermochten institutionelle und private Schweizer Anleger den Marktturbulenzen zu trotzen und Chancen zu nutzen, indem sie in die globalen Aktienmärkte investierten, sich taktisch an den Fixed-Income-Märkten engagierten (insbesondere über Euro-Unternehmensanleihen) und teilweise von Wachstumschancen im Fixed-Income-Segment in Schwellenländern profitierten (in erster Linie mit Unternehmensanleihen in Hartwährung und High-Yield-Papieren). Regelbasierte Strategien (insbesondere risikobereinigt), d.h. Minimum-Volatility-Strategien, haben sich abermals als wirksamer Verlustschutz bei abwärts tendierenden Märkten erwiesen. Schlussendlich scheint auch Gold wieder in Mode gekommen zu sein. Die Anleger streben dabei eine Diversifizierung ihrer Portfolios an und stocken ihr Edelmetallengagement derzeit nach langer Pause wieder auf.“

 Ursula Marchioni, Chef-Strategin in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) für iShares bei BlackRock, kommentiert: „Die Zuflüsse im Januar 2015 lagen noch höher als im Vorjahreszeitraum. Denn Investoren haben ETPs genutzt, um ihre Marktsichten in einem turbulenten Umfeld umzusetzen. Eine ganze Reihe von Unwägbarkeiten hat im Laufe des Monats dazu geführt, dass Investoren Risiken aus ihren Portfolios genommen und sich sicheren Häfen zugewandt haben. Unter anderem beeinflussten der fallende Ölpreis und der schwächere Wachstumsausblick für die Weltwirtschaft diese Entwicklung. Die Abkehr von US-Aktien war bemerkenswert, die Abflüsse aus entsprechenden Produkten beliefen sich auf 11 Milliarden Dollar. Im Dezember 2015 hatte es noch Zuflüsse in Höhe von 26 Milliarden Dollar gegeben.“

„Interessanterweise legen die Zuflüsse in Rohstoffprodukte nahe, dass einige Investoren mit Contrarian-Ansätzen von einem zu starken Ausverkauf bei Energiewerten ausgehen könnten. So haben Rohstoff-ETPs ihren stärksten Monat seit Februar 2015 verzeichnet, angeführt von den Bereichen Gold und Energie.“

„Trotz deutlicher Volatilität am Aktienmarkt haben nicht alle risikoreicheren Anlageklassen Abflüsse verzeichnet. Dies war vor allem in Europa zu beobachten, wo Aktien gesucht waren. ETPs mit Listings an europäischen Börsenplätzen verzeichneten Zuflüsse in Höhe von drei Milliarden Dollar. Diese Nachfrage war von Hinweisen der EZB getrieben, dass die Notenbank ihre Geldpolitik weiter lockern könnte. Dies führte bei Investoren zu gesteigertem Optimismus im Hinblick auf die konjunkturellen Aussichten für die Region.“

 

Quelle: ETFWorld.ch

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