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ETF Securities: Wöchentlicher Rohstoffüberblick: Zunehmende Risikobereitschaft wirkt sich nicht auf Gold Mittelzuflüsse aus

Gold-ETPs verbuchen Mittelzuflüsse von 224 Mio. USD. Sicherheit steht für Anleger im Mittelpunkt während der volatilen Marktphase……

 

  – Öl-ETPs verbuchen Mittelzuflüsse nach weiterem Preisanstieg. Die Verhandlungen zwischen den Hauptproduzenten lösten keine großen Reaktionen am Markt aus.

         – Gewinnmitnahmen führen zu Mittelabflüssen bei Industriemetallkörben.


Gold (A0N62G) glänzt für Investoren die 7. Woche in Folge. Ein Trio bestehend aus steigender Risikobereitschaft, Gewinnmitnahmen und einem starken US-Dollar führte vergangenen Montag zu einem Goldpreisrückgang von 2,3 Prozent. „Dies war der stärkste Tagesverlust in sieben Monaten, gefolgt von kumulierten Mittelzuflüssen in Höhe von 224 Mio. USD. Investoren nutzen den Preisrückgang für einen attraktiven Einstiegspunkt in Gold-ETPs (A0LP78)“, kommentiert Jan-Hendrik Hein, Associate Director – Head of German Speaking Regions. In Euro (A1RX99) stieg der Goldpreis (vs. US-Dollar) um ein Prozent höher, da immer deutlicher wird, dass die Europäische Zentralbank an ihrem Inflationsziel festhält und ihr geplantes QE-Programm so lang wie nötig ausdehnt. Darüber hinaus wirkt der Anstieg der US-Kernverbraucherpreisinflation auf ein dreieinhalb Jahreshoch positiv für Gold.

Öl-ETPs verbuchen Mittelzuflüsse nach weiterem Preisanstieg. Die Verhandlungen zwischen den Hauptproduzenten lösten keine großen Reaktionen am Markt aus. Mittelzuflüsse in Long Brent Öl-ETPs (A1N49P) stiegen auf 45,2 Mio. USD. „Das ist der höchste Stand seit mehr als einem Jahr, nachdem Saudi-Arabien, Russland, Katar und Venezuela vereinbart hatten, ihre Produktion auf dem Level von Januar 2016 zu fixieren“, erläutert Hein. Diese Nachricht zeigte jedoch keine positive Reaktion am Ölmarkt, wonach Zweifel an der Bedeutung dieser Vereinbarung aufkommen. Laut einer Mitteilung des iranischen Ölministers Zanageh, möchte er den Ölpreis auf einem gesunden Niveau halten und begrüßt entsprechend die Zusammenarbeit von OPEC und nicht OPEC-Ländern. Irans Mangel an Engagement lastete auf den Anstrengungen für eine kooperative Zusammenarbeit. Das anhaltende Überangebot wurde laut der Energy Information Administration um 504 Mio. Barrel von US-Produzenten erweitert und notiert damit auf dem höchsten Niveau seit 1930. Eine undurchsichtige Preisentwicklung am Ölmarkt unterstreicht seit Jahresbeginn die Notwendigkeit dafür, dass sich die großen Ölproduzenten auf ein gemeinsames Produktionsniveau einigen, gleichzeitig ihre Marktanteile behalten und somit zu einer nachhaltigen Preiserholung beitragen.

Edelmetallkorb-ETPs ( A0N62H) verbuchen im Zuge mit Gold die höchsten Mittelzuflüsse in zehn Wochen. Die Pkw-Neuzulassungen in Europa stiegen um 6,2 Prozent im Januar gegenüber dem Vorjahr, berichtet die European Automobile Manufacturers Association (ACEA).

„Wir glauben, dass dies ein gutes Zeichen für Platin (A0N62D) und Palladium (A0N62E) sein wird, beide Metalle werden zur Neutralisierung in der Abgastechnologie in Diesel- und Benzinautos benötigt“, erklärt Hein.

Gewinnmitnahmen führten zu 17,3 Mio. USD an Mittelabflüssen aus Longer Dated Industriemetall-ETPs (A0SVX7). Eine beständige Nachfrage bei gleichzeitig knappem Angebot sorgt für positive Impulse bei Industriemetallpreisen in diesem Jahr.

Diversifizierte Rohstoff-ETP Investments steigen auf den höchsten Stand seit sechs Wochen. ETPs mit einem breit diversifizierten Engagement am Rohstoffmarkt (A1CXBV) verbuchten Mittelzuflüsse in Höhe von 17,3 Mio. USD. Die jüngste Entwicklung verdeutlicht einen beständigen Optimismus der Anleger gegenüber Rohstoffen.

 

Source: ETFWorld.de

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