ETFWorld.de

ETP Landscape Report des BlackRock Investment Institute für Januar 2015

· Global haben die ETP-Nettozuflüsse im Januar gegenüber den Vormonaten mit 11,6 Milliarden Dollar etwas nachgelassen. Deutliche Zuflüsse in Produkte auf europäische Aktien und Unternehmensanleihen standen Abflüssen bei US-Standardwerten und Schwellenländeraktien gegenüber…….


Ursula Marchioni, Leiterin ETP Research und Aktienstrategie bei iShares in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA)


·         Die QE-Massnahmen der EZB, die deutlicher als erwartet ausgefallen sind, wurden am Markt gut aufgenommen. Vor diesem Hintergrund beliefen die Zuflüsse in ETPs auf europäische Aktien sich auf 8,4 Milliarden Dollar. Auf Produkte, die an europäischen Börsen gelistet sind, entfielen 13,7 Milliarden Dollar.

·         Wechselkursbewegungen, vor allem die Aufwertung des Dollar gegenüber dem Euro, haben zu einem neuen monatlichen Rekordzufluss in Höhe von 6,9 Milliarden Dollar bei währungsgesicherten ETPs geführt. Diese konzentrierten sich auf Aktienprodukte auf Europa sowie den Raum Europa, Australien-Asien und ferner Osten (EAFE).

·         Volatilität am Aktienmarkt, Unsicherheit im Hinblick auf das globale Wachstum und die EZB-Massnahme haben die Zinsen weiter gedrückt und die Nachfrage nach Anleihenprodukten weiterhin gestützt. Letztere beliefen sich auf 13 Milliarden Dollar.

·         Rohstoff-ETPs haben 5,2 Milliarden Dollar neuer Mittel verbucht. Dies entspricht dem höchsten monatlichen Zufluss seit fast fünf Jahren. Dabei spielten vor allem die Nachfrage nach Öl-Produkten angesichts des deutlich gesunkenen Ölpreises und Zuflüsse in Gold-Produkte eine Rolle.

Ursula Marchioni, Leiterin des ETP-Research, kommentiert:

„2015 ist mit einem monatlichen Rekord für die europäische ETF-Branche gestartet. Fonds, die in Europa gelistet sind, brachten es auf neue monatliche Rekordzuflüsse in Höhe von 13,7 Milliarden Dollar. Das entspricht etwa 22 Prozent der Zuflüsse des Gesamtjahres 2014.“

„Die Zuflüsse in ETPs auf europäische Aktien beliefen sich, beflügelt von der QE-Ankündigung der EZB, auf 8,4 Milliarden Dollar. Wir sehen, dass Investoren aus US-Aktien in europäische Werte umschichten – eine wesentliche Veränderung gegenüber 2014. Dafür nutzen sie ETFs.“

„Der überraschende Richtungswechsel der Schweizer Notenbank und der anschliessende Verlust des Euro gegenüber dem Schweizer Franken haben weltweit zu starken Zuflüssen in währungsgesicherte Aktien-ETFs geführt. Sie beliefen sich auf 6,9 Milliarden Dollar – etwa die Hälfte des Gesamtwertes für 2014. Offenbar haben Investoren sich für eine weitere Abwertung positioniert. Produkte auf Schweizer Aktien haben 0,3 Milliarden an Zuflüssen verbucht.“

„Bei Anleihen-ETFs hat das Momentum des Jahres 2014 sich fortgesetzt. Auf entsprechende Fonds, die an europäischen Börsen notiert sind, entfielen im Januar 5,1 Milliarden Dollar. Die niedrigen Zinsen sorgen dafür, dass in Europa Geld in Investmentgrade-Kreditpapiere fliesst. Damit setzt der Trend, der im vergangenen Jahr zu Rekordzuflüssen in Anleihen-ETFs geführt hat, sich fort. Ausserdem wenden Investoren sich wieder Hochzinsanleihen zu.“

„Darüber hinaus haben wir ein sehr starkes Interesse an Rohstoff-ETPs gesehen. Investoren haben 3,7 Milliarden Dollar in Energieprodukte und 2,3 Milliarden Dollar in Goldprodukte gesteckt.“

Source: ETFWorld.de

Ähnliche Artikel

Amundi ETF: Globale und europäische Mittelzuflüsse Oktober2020

Redaktion

Lyxor ETF Money Monitor : 90 Prozent aller Zuflüsse in ESG-ETFs

Redaktion

BlackRock ETP-Marktreport Oktober 2020

Redaktion