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Gemeinsame Stellungnahme der Deutschen Börse und der London Stock Exchange Group

Die Deutsche Börse AG und die London Stock Exchange Group plc nehmen das Ergebnis des Referendums im Vereinigten Königreich zur Kenntnis, bei dem eine Mehrheit für einen Austritt aus der Europäischen Union gestimmt hat….

 

In den Transaktionsunterlagen vom 1. Juni wurde bereits darauf hingewiesen, dass der empfohlene Zusammenschluss der LSEG und der Deutschen Börse („der Zusammenschluss“) nicht vom Ergebnis des Referendums abhängig ist. Das Board der LSEG und der Vorstand der Deutschen Börse („die Leitungsgremien“) stehen unverändert zu den einvernehmlich beschlossenen und bindenden Bestimmungen des Zusammenschlusses, und werden die entsprechenden Schritte unternehmen, um die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten. 

Die LSEG-Aktionäre werden auf der für den 4. Juli 2016 vom Gericht einberufenen Versammlung („Court Meeting“) und der Hauptversammlung der LSEG um Genehmigung der Vereinbarung („Scheme of Arrangement“) und des Zusammenschlusses gebeten. Hierfür haben sie ihre Stimmvollmachten für die vom Gericht einberufene Versammlung und für die Hauptversammlung bis zum 2. Juli 2016, 10:00 Uhr vormittags (Londoner Zeit) bzw. 10:15 Uhr vormittags (Londoner Zeit) vorzulegen. Die Aktionäre der Deutschen Börse können ihre Aktien bis zum Ende des Tauschangebots am 12. Juli 2016 (24:00 Uhr MESZ) zum Umtausch andienen. 

Die Leitungsgremien sind überzeugt, dass der Ausgang des Referendums keinen Einfluss auf die strategische Grundidee des Zusammenschlusses hat. Darüber hinaus gehen die Leitungsgremien davon aus, dass die Leistungsfähigkeit des zusammengeschlossenen Unternehmens, insbesondere was die globale Reichweite, das Vertriebsnetzwerk in Europa, Asien und Amerika, die Markenstärke, finanzielle Ressourcen und tiefgehende Kundenbeziehungen betrifft, ungeachtet der Referendumsentscheidung weiterhin gut positioniert sein wird, um den Ansprüchen globaler Kunden gerecht zu werden.

Wie zuvor bekanntgegeben, befinden sich die LSEG, die Deutsche Börse und die HoldCo in einem anhaltenden konstruktiven Dialog mit den relevanten britischen und deutschen Regierungen und leitenden Regulierungsbehörden, einschließlich der Bank of England, FCA, BaFin und der hessischen Landesregierung, um den Zusammenschluss, auch im Zusammenhang mit der Referendumsentscheidung, zu diskutieren, sowie mit allen weiteren relevanten Regierungen und Regulierungsbehörden in Frankreich, Italien und anderen Ländern, in denen wir tätig sind. LSEG, Deutsche Börse und die HoldCo streben weiterhin Genehmigungen in den Fusionskontrollverfahren der Europäischen Union, der Vereinigten Staaten von Amerika und Russlands an. Weitere Details sind in den Transaktionsdokumenten enthalten, die am 1. Juni 2016 veröffentlicht wurden.

Wie ebenfalls angekündigt, wird der Referendumsausschuss mit dem Vorsitzenden Joachim Faber und den Mitgliedern Ann-Kristin Achleitner, Jacques Aigrain, Donald Brydon, Paul Heiden and Erhard Schipporeit so oft wie erforderlich zusammenkommen, um alle Entwicklungen und Auswirkungen auf das zusammengeschlossene Unternehmen zu ermitteln. Alle Details zu diesem Gremium sind vollständig in den Transaktionsunterlagen enthalten, die am 1. Juni 2016 veröffentlicht wurden. 

Joachim Faber, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Börse und Vorsitzender des Referendumsausschusses des zusammengeschlossenen Unternehmens, sagte:  
„Durch die heutige Austritts-Entscheidung des Vereinigten Königreichs aus der EU wird es noch wichtiger, die guten Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Europa zu fördern. Wir sind davon überzeugt, dass der beabsichtigte Zusammenschluss von Deutsche Börse und London Stock Exchange durch das Abstimmungsergebnis eine noch höhere Bedeutung für unsere Kunden bekommen hat und sowohl für unsere Aktionäre als auch weitere Stakeholder Vorteile bringen wird.“

Donald Brydon, Chairman der LSE und designierter Chairman der Zusammengeschlossenen Gruppe, sagte: 

„Ich freue mich darauf, mit meinen neuen Kollegen an diesem für den Sektor sehr relevanten Zusammenschluss zu arbeiten, durch den eine führende globale, in Europa verankerte Marktinfrastrukturanbietergruppe entsteht.“

Die Leitungsgremien von LSEG und Deutsche Börse sind nach wie vor davon überzeugt, dass dieser Zusammenschluss eine hervorragende Gelegenheit für beide Unternehmen ist, ihre erfolgreichen und sich ergänzenden Wachstumsstrategien zu beschleunigen. Damit wird für die Aktionäre der beiden Gesellschaften ebenso wie für viele andere Marktakteure echter Mehrwert geschaffen.

Die Leitungsgremien von LSEG und Deutsche Börse empfehlen den Aktionären der LSEG unverändert die Zustimmung zum Zusammenschluss sowie den Aktionären der Deutschen Börse die Andienung ihrer Aktien im Rahmen des Tauschangebots.

Source: ETFWorld.de

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