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Global ETP Landscape des BlackRock Investment Institute für Februar 2016

Die Highlights: Weltweit verbuchten ETPs im Februar 9,4 Milliarden Dollar frisches Kapital. Dabei bevorzugten Investoren Segmente, die als sichere Häfen gelten…


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Ursula Marchioni, Chef-Strategin in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) für iShares bei BlackRock


Dementsprechend entfiel ein Grossteil der Zuflüsse auf Produkte, die Zugang zu US-Staatsanleihen und Gold bieten – mit 5,7 beziehungsweise 7,2 Milliarden Dollar. Gold dient tendenziell zur Diversifizierung, wenn Investoren Risiko aus ihren Portfolios nehmen wollen. Denn es entwickelt sich weitgehend unabhängig von den Erträgen globaler Aktien und Anleihen.

Schwächere Unternehmensgewinne und ein gedämpftes Makroumfeld haben den Risikoappetit der Investoren in Bezug auf europäische und US-Aktien verringert. So verzeichneten ETPs auf US-Aktien unter dem Strich Abflüsse in Höhe von 8,3 Milliarden Dollar, bei europäischen Aktien waren es 4,2 Milliarden Dollar.

Die Netto-Neuinvestitionen in Minimum-Volatility-ETPs erreichten mit 3,9 Milliarden Dollar einen neuen Monatsrekord. Seit Anfang 2016 beläuft sich der Zuwachs auf 5,3 Milliarden Dollar. Dabei stehen Produkte auf US-Aktien im Fokus, mit denen Investoren auf die erhöhte Volatilität in diesem Markt reagieren.

In ETPs, die an europäischen Handelsplätzen gelistet sind, investierten Anleger unter dem Strich 2,6 Milliarden Dollar. Die Zuflüsse in europäische und US-Staatsanleihen haben auf 900 beziehungsweise 600 Millionen Dollar zugelegt. Damit haben sie die Abflüsse im Bereich Aktien aus Industriestaaten, die sich auf 1,7 Milliarden Dollar beliefen, zum Grossteil aufgewogen. Auch in Europa war Gold das beherrschende Thema für ETP-Investoren; der Nettozufluss in diesem Bereich belief sich auf 2,4 Milliarden Euro.

Trotz der relativ schwachen Wertentwicklung japanischer Aktien haben einheimische Investoren weiterhin entsprechende ETPs gekauft. Die Produkte zogen per Saldo 2,3 Milliarden Dollar von japanischen Investoren an. Allerdings wurden diese Zuflüsse von den Abflüssen in anderen Regionen – in den USA waren es 2,1 Milliarden Dollar – zum Grossteil aufgewogen.

Ursula Marchioni, Chef-Strategin in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) für iShares bei BlackRock, kommentiert:

„Rezessionsängste haben Investoren im Februar in Schach gehalten und sie dazu bewogen, sich an risikoärmere Anlagen zu halten und Aktien aus Industriestaaten zu verkaufen. Rekordzuflüsse gab es bei Gold- und Minimum-Volatility-ETPs, während Produkte auf US-Aktien den zweiten Monat in Folge Abflüsse verzeichneten. Seit Anfang 2016 sind daraus 19,5 Milliarden Dollar abgeflossen. In diesem Jahr zeigen Investoren bislang eine Vorliebe für Anlagen, die als sichere Häfen gelten. So verbuchten ETPs auf US-Staatsanleihen und Gold seit Jahresanfang mit zusammen 24 Milliarden Dollar bereits einen höheren Nettozufluss als im Gesamtjahr 2015.

Gleichzeitig gab es in der zweiten Februarhälfte Phasen, in denen risikoreichere Anlagen gefragt waren. Das hat die Zuflüsse in ETPs auf die breiten Anleihenmärkte und Investmentgrade-Unternehmensanleihen beflügelt; die Zuflüsse in diesen Segmenten beliefen sich auf 2,1 beziehungsweise 2,5 Milliarden Dollar. ETPs auf Rohöl brachten in Erwartung von Produktionskürzungen seitens der OPEC und anderer Staaten 1,2 Milliarden Dollar zusätzlich ein.

„Schwächere Makrodaten, glanzlose Unternehmensgewinne im vierten Quartal 2015 und anhaltende Sorgen um einen möglichen Brexit haben auch bei europäischen Investoren zu einer abnehmenden Risikoneigung geführt. Die 2,6 Milliarden Dollar Nettozufluss in Produkten mit europäischen Listings lassen ein Umdenken erkennen: Nachdem Aktien im Januar die beliebteste Anlageklasse gewesen waren, verzeichneten sie im Februar unter dem Strich Abflüsse. Insofern waren europäische Anleger – passen zum globalen Bild – weniger risikofreudig. Vor diesem Hintergrund fragten sie vor allem Gold ETPs nach. Die entsprechenden Produkte kamen auf 2,4 Milliarden Dollar Nettozufluss, gefolgt von Staatsanleihen.“

 

 

Quelle: ETFWorld.ch

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