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Invesco ETF-Investorenumfrage: MiFID II sorgt für Schub am ETF-Markt

Invesco ETF hat eine Befragung zu den Auswirkungen der EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II1 auf das Anlageverhalten von institutionellen und erfahrenen privaten Investoren durchgeführt……

 

Jürgen Blumberg, Head of Capital Markets – EMEA, Invesco ETF


Zwei Drittel (67%) der befragten Investoren erwarten, dass MiFID II zu einer stärkeren Nutzung von ETFs durch institutionelle Investoren in Europa führen wird. Davon rechnen 14% mit einem deutlichen Anstieg und 9% mit einem lediglich leichten Wachstum. Gleichzeitig zeigen sich rund 63% der Umfrageteilnehmer überzeugt, dass das in europäischen ETFs verwaltete Vermögen nicht zuletzt dank MIFID II noch in diesem Jahr die Marke von 1 Billion US-Dollar übersteigen wird.

Allen Erwartungen zufolge wird die überarbeitete Richtlinie über Märkte und Finanzinstrumente, die im Januar in der gesamten Europäischen Union in Kraft trat, enorme Auswirkungen auf die ETF-Industrie haben. Das neue Regelwerk, das die Markttransparenz erhöhen und den Anlegerschutz stärken soll, ermöglicht erstmals eine genaue Bewertung aller ETF-Transaktionen an den europäischen Märkten einschließlich der schätzungsweise 70% außerbörslichen ETF-Transaktionen, zu denen es zuvor kein Handelsreporting gab.

Das von Invesco ETF ausgewiesene tägliche OTC-Handelsvolumen ist gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt von 50 bis 100 Millionen Euro bis März 2018 auf 150 bis 250 Millionen Euro angestiegen.

Wie die von Invesco ETF in Auftrag gegebene Studie zeigt, wird das ETF-Wachstum vor allem von den Pensionskassen vorangetrieben. So meinen 61% der Befragten, dass diese die neuen Regelungen am ehesten zum Anlass für Umschichtungen in ETFs nehmen werden. An zweiter Stelle stehen die Versicherungsgesellschaften (von 39% der Befragten genannt), gefolgt von Investmentvehikeln wie Multi-Asset-Fonds (39%) und Hedgefonds (32%).

Als wichtigsten Grund für die infolge von MiFID II erwarteten höheren Zuflüsse in ETFs nennen 72% der Befragten die niedrigen Kosten/Verwaltungsgebühren. Zweitwichtigster Grund ist die Liquidität (39%), gefolgt von einer effizienten Branchen-/Asset-Allokation (26%).

Top-10-Gründe für die höhere institutionelle Nachfrage nach ETFs unter MiFID II

Niedrige Kosten / Verwaltungsgebühren

72%

Liquidität

39%

Effiziente Branchen- / Asset-Allokation

26%

Börslicher Handel

26%

Niedrige Geld-Brief-Spannen

23%

Langfristige Mehrerträge gegenüber dem aktiven Management

16%

Arbitrage-Potenzial

12%

Fähigkeit, Long- und Short-Positionen einzugehen

12%

Innovation (z.B. Smart-Beta-Strategien)

12%

Effektiver als Derivate wie Optionen oder Terminkontrakte

9%

Quelle: Invesco PowerShares1

 

Jürgen Blumberg, Head of Capital Markets – EMEA, Invesco ETF, sagte: „MiFID II fördert das Wachstum der ETF-Industrie durch umfangreiche Reporting- und Informationspflichten. Das wiederum hat institutionellen Investoren wie Pensionsfonds ihre Sorgen bezüglich Transparenz und Pricing dieser Produkte genommen. Wir sind überzeugt, dass die erhöhte Sichtbarkeit zu anhaltenden Zuflüssen institutioneller Anlagegelder in ETFs führen wird.

„Invesco ETF selbst hat in den ersten Monaten seit Inkrafttreten von MiFID II bereits einen deutlichen Anstieg des sichtbaren Handelsvolumens von wichtigen Kunden wie Asset Managern und Hedgefonds beobachtet. Diese Aktivitäten dürften im Jahresverlauf 2018 weiter zunehmen, wenn diesen Gruppen die Vorzüge von ETFs, wie die niedrigen Kosten und das effiziente Engagement in bestimmten Sektoren, bewusster werden.“


1 Befragung unter 57 institutionellen und erfahrenen privaten Investoren aus der Preqin-Datenbank anhand einer Online-Methodik, 15. Januar – 16. Februar 2018. Die Umfrage wurde von PollRight für Invesco ETF durchgeführt.

Source: ETFWorld

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