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iShares führt globales ETF-Wachstum mit Rekordzuflüssen von 140 Milliarden Dollar an

iShares führt globales ETF-Wachstum mit Rekordzuflüssen von 140 Milliarden Dollar an Vor allem Zuflüsse in Anleihen-, Core- und Smart-Beta-ETFs treiben das Wachstum…


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Mark Wiedman, Leiter des globalen iShares- und Index-Investment-Geschäftes bei BlackRock


BlackRock gibt Ausblick auf die ETF-Branche und Index-Investments im Jahr 2017

iShares, die Sparte für börsennotierte Indexfonds (auf Englisch: Exchange Traded Funds, ETFs) des Vermögensverwalters BlackRock, hat im Jahr 2016 weltweit betrachtet Rekordzuflüsse in Höhe von 140 Milliarden Dollar verbucht. Hinter diesem Wachstum stehen vor allem Zuflüsse in Anleihen-, Core- und Smart-Beta-ETFs. Die 13 Prozent organisches Wachstum, die iShares für 2016 verzeichnet, spiegeln die globale Ausrichtung, Produktvielfalt und kontinuierliche Innovationskraft des Anbieters wider.

Insgesamt haben Investoren der ETF-Branche im Jahr 2016 weltweit 375 Milliarden Dollar zusätzliches Kapital anvertraut (1). Damit liegen die Zuflüsse höher als 2015 mit 348 Milliarden Dollar.2

Das Jahr 2016 hat iShares eine Vielzahl neuer Rekorde beschert: (2)

Am US-Markt ist iShares um 107 Milliarden Dollar gewachsen (2015: 97 Milliarden Dollar), in Europa hat die ETF-Sparte von BlackRock den Markt mit 32 Milliarden Dollar frischem Kapital angeführt. Sowohl in den USA als auch in Europa hat iShares unter allen Anbietern den grössten Teil der Zuflüsse verbucht (USA: 38 Prozent, Europa: 61 Prozent). In der Region Asien-Pazifik erreichten die Zuflüsse mit zehn Milliarden Dollar ebenfalls einen neuen Rekordwert.[2] 

Im Segment Anleihen-ETFs hat iShares Rekordzuflüsse in Höhe von 60 Milliarden Dollar verzeichnet. Dies entspricht 52 Prozent der weltweiten Nettozuflüsse in Anleihen-ETFs. Sowohl in den USA (38 Milliarden Dollar) als auch in Europa (21 Milliarden Dollar) gab es bei iShares im Anleihen-Segment neue Rekordzuflüsse.

Die weltweite Nachfrage nach Smart-Beta-ETFs von iShares hat ebenfalls neue Höchststände erreicht: Die Nettozuflüsse beliefen sich auf 20 Milliarden Dollar. Mit einem Marktanteil von 37 Prozent ist iShares im Bereich Smart-Beta-ETFs weltweit führend. Das Segment der Minimum-Volatility-Produkte verzeichnete neun Milliarden Dollar frisches Kapital.

Der iShares Core-Familie vertrauten Investoren weitere 67 Milliarden Dollar an. Seit BlackRock die Gebühren für die Core-Familie in den USA im Oktober gesenkt hat, ist die Nachfrage schneller gestiegen als erwartet. Die Zuflüsse in diese Produkte erreichten 27 Milliarden Dollar.

Institutionelle Investoren haben etwa zehn Milliarden Dollar aus Futures und Swap-Positionen in ETFs von iShares umgeschichtet. Denn sie schätzen einfache, kostengünstigere Alternativen zu Derivaten.

Mark Wiedman, Leiter des globalen iShares- und Index-Investment-Geschäftes bei BlackRock, sagt: „ETFs von iShares helfen Investoren aller Grössenordnungen, effizientere und präzisere Portfolios zu erstellen. In einem Jahr, das von nie zuvor dagewesenen politischen Veränderungen und Phasen signifikanter Unsicherheit am Markt geprägt war, haben Investoren in nie gesehenem Ausmass ETFs genutzt, um Markteinschätzungen umzusetzen, Überrenditen zu erzielen und langfristig zu investieren.

Unserer Ansicht nach ist dies erst der Anfang einer historischen Rotation hinein in ETFs und Indexprodukte im Allgemeinen. Wir gehen davon aus, dass im Laufe der nächsten Jahre Billionen von Dollar in diese Richtung fliessen werden. Denn sowohl der Einsatz von ETFs bei institutionellen Investoren als auch die Verbreitung im Retail-Bereich durch den Trend hin zu gebührenbasierter Beratung gewinnen weiter an Fahrt. Investoren schätzen weiterhin die Effizienz, die Qualität und den Wert von Index-Investments, um kurz- und langfristige Anlageideen umzusetzen.“

Der Ausblick von BlackRock auf die ETF-Branche und Index-Investments im Jahr 2017:

1.     Anstelle von aktiv versus passiv tritt aktiv und passiv. Investoren verlangen von ihren Finanzberatern und Investment-Managern sowohl Mehrwert als auch erstklassigen Service. Vor diesem Hintergrund werden Investoren zunehmend ETFs und Indexfonds ebenso wie Alpha-Strategien, die auf klaren Überzeugungen beruhen, einsetzen, um aktiv gemanagte Portfolios zu erstellen.

2.     Wealth-Manager werden sich weiter weg von der Produktauswahl hin zur Portfoliokonstruktion bewegen. Der Trend hin zu gebührenbasierter Finanzberatung gewinnt weiter an Fahrt. In diesem Zusammenhang werden Berater im Wealth-Management kostenintensive aktive Manager, die lediglich indexnah investieren, beim Aufbau von Kernportfolios für ihre Kunden durch kostengünstige Indexprodukte ersetzen.

3.     Anleihen-ETFs werden die Modernisierung des Anleihenmarktes auch künftig vorantreiben. Der Einsatz von Anleihen-ETFs wird sich beschleunigen, weil die Marktinfrastruktur tiefer wird und Berater in einem zunehmend gebührenbasierten Umfeld mehr und mehr kostengünstige und skalierbare ETFs einsetzen. Anleihen-ETFs werden die Art und Weise, wie Käufer und Verkäufer Anleihenrisiken handeln, weiter reformieren. Zudem werden sie eine wichtige Rolle spielen, wenn Investoren sich in einem Umfeld steigender Zinsen neu orientieren und Portfolioerträge suchen.

4.     Investoren werden sich faktorbasierten ETF-Strategien zuwenden, die Renditetreiber gezielt nutzen. Innerhalb des Smart-Beta-Segmentes werden Multifaktor- und Single-Faktor-ETFs neben Minimum-Volatility-Strategien entscheidende Wachstumstreiber sein. Denn Retail- und institutionelle Investoren wollen Potenzial für Mehrerträge in ihren Kernportfolios mit günstigen Kosten kombinieren. Auch im Anleihenbereich dürfte es Smart-Beta-Innovationen geben.

5.     Institutionelle Investoren werden ETFs zunehmend als Ersatz oder Referenzwert für Derivate nutzen. Mit den Kosten auf den Bankbilanzen steigen auch die Kosten für den Einsatz von Futures und Swaps. Insofern stellen ETFs typischerweise nicht nur eine kostengünstige Option dar. Sie ermöglichen darüber hinaus eine einfachere Handhabe und präziseren Zugang.

Lord Rachel

Rachel Lord, Leiterin des iShares- und Index-Investment-Geschäftes in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) bei BlackRock, sagt: „ETFs spielen in der Evolution der europäischen Finanzbranche eine entscheidende Rolle. Investoren nutzen sie innerhalb ihrer Portfolios sowohl für taktische als auch für strategische Zwecke. ETFs werden auch künftig die – häufig unsichtbaren – Antriebe hinter Lösungen sein, die Menschen auf dem ganzen Kontinent helfen, ihre Ersparnisse zu investieren und finanzielle Ziele im Namen von Kunden zu erreichen.“


1 Quelle: Analyse von Markit- und Bloomberg-Daten durch BlackRock; Stand 29.12.2016

2 Quelle: Analyse von Markit- und Bloomberg-Daten durch BlackRock; Stand 30.12.2016

3 Quelle: Analyse von iShares-Zuflüssen in der Region APAC; Stand 30.11.2016

 

Quelle: ETFWorld.de

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