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Lyxor ETF Money Monitor Juni 2021: Ein rekordverdächtiges erstes Halbjahr

Lyxor ETF Money Monitor : Die globalen Aktienmärkte haben die erste Jahreshälfte 2021 mit einem starken Anstieg beendet, was besonders mit der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung und einer weiteren Rotation in zyklische Sektoren zusammenhing.

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Vincent Denoiseux, Leiter des Bereichs ETF Resarch and Solutions bei Lyxor Asset Management


Europäische Aktien verzeichneten eines der besten ersten Halbjahre überhaupt. Ebenfalls zulegen konnte der S&P 500 Index und das bereits im fünften Quartal in Folge.

Europäische ETFs verbuchten im ersten Halbjahr 2021 Zuflüsse in Höhe von 92,5 Mrd. Euro. Auch hier spiegelt sich der Aufwärtstrend wider. Im Vergleich zu den Vorjahren liegen die Zuflüsse auf einem deutlich höheren Niveau. Allein im Juni waren es 14,3 Mrd. €, die in ETFs angelegt wurden. Aktien- und Renten-ETFs verzeichneten Zuwächse von €12,1 Mrd. bzw. €2,1 Mrd. Aktien-ETFs und damit im Juni den 13. Monat in Folge positive Zuflüsse. Diese verteilten sich auf alle Regionen, was als Zeichen für einen allgemeinen Optimismus der Anleger gedeutet werden kann.

ESG-ETFs setzten ihren positiven Trend fort und sammelten insgesamt 4,6 Mrd. Euro ein. Während die Entwicklung hier zwar positiv bleibt, sind die Zuflüsse in ESG-ETFs jedoch im Vergleich zum ersten Quartal leicht zurückgegangen. Für Smart-Beta-ETFs betrugen sie 1,8 Mrd. Euro. Value als Anlagestil wurde von den Anlegern weiterhin bevorzugt.

Anlageklassen im Fokus

  • Fixed-Income-Fonds und ETFs sammelten zusammen 22 Mrd. Euro ein. Publikumsfonds verzeichneten Zuflüsse von 19,8 Mrd. Euro; 2,1 Mrd. Euro flossen in ETFs.
  • Aktienfonds und ETFs verbuchten einen Nettozufluss von 35,6 Mrd. Euro. Zwei Drittel der Zuflüsse, nämlich 23,5 Mrd. Euro, entfielen auf Publikumsfonds, während 12,1 Mrd. Euro in ETFs angelegt wurden.

Monatlicher Fokus: Sektoren

Anleger haben im vergangenen Jahr vermehrt in Technologiewerte, besonders aus dem digitalen Bereich, investiert und damit auf die tiefgreifenden Auswirkungen der Covid-19-Krise auf das tägliche Leben reagiert. Wachstumswerte aus dem Technologie-Bereich erreichten in der Folge nie dagewesene Kursniveaus.

Vernachlässigte Sektoren wie die Energie- oder die Finanzbranche waren schon im letzten Quartal des vergangenen Jahres wieder in der Gunst der Anleger gestiegen. Beide Branchen sahen bereits im vergangenen Jahr auf dem europäischen ETF-Markt deutliche 15,3 Mrd. € an Zuflüssen in ETFs, was keine bremsende Wirkung auf weitere Anlagen in Technologiewerte hatte. Value-Sektoren profitierten von der Portfoliorotation hin zu Anlagen, die stärker auf die wirtschaftliche Erholung und höhere Anleiherenditen reagieren. Letzteres hat wiederum Auswirkungen auf die Wertentwicklung von Growth-Sektoren wie der Technologie- oder der Gesundheitsbranche.

Die Zuflüsse in Value-Anlagen sind in den letzten Monaten allerdings ins Stocken geraten. Hier deutet sich möglicherweise ein Wendepunkt an. Viele Anleger zweifeln aber zunehmend an den hohen Aktienbewertungen nach der starken Markterholung im vergangenen Jahr. Hinzu kommen Überlegungen der Zentralbanken zu den Ausstiegsszenarien vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen Normalisierung. Es bleibt abzuwarten, ob der Sommer mehr Volatilität an den Aktienmärkten bringen wird oder ob Anleger nach nie zuvor dagewesenen 18 Monaten eine wohlverdiente Verschnaufpause einlegen können.

Quelle : ETFWorld.de

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