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SPDR : Erneuerte Energie für 2020

SPDR : Energie ist ein neues Thema für 2020. Im vergangenen Jahr erbrachte der Sektor die schlechteste Leistung und lag in den meisten großen Märkten fast 20 Prozent hinter dem Marktdurchschnitt zurück. …

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Stefan Kuhn, Managing Director und Head of SPDR Deutschland


Er diente auch nicht als Absicherung gegen geopolitische Spannungen, wie es zeitweise in der Vergangenheit der Fall war (als es Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Ölversorgung gab). Der Rohölpreis hat sich besser entwickelt und ist 2019 um 27 Prozent gestiegen, womit er zu den am besten entwickelten Rohstoffen gehört.

Ende 2019 haben sich jedoch mehrere Faktoren zugunsten des Energie-Sektors gedreht, die in den kommenden Monaten als Rückenwind wirken könnten. Unter anderem ein produktives Ergebnis des siebten OPEC+ Treffens, der relative Erfolg des Börsengangs von Saudi Aramco und verbesserte Prognosen für die globalen Wirtschaftsaussichten. Institutionelle Anleger nahmen dies zur Kenntnis und begannen, aus untergewichteten Positionen zu kaufen.

Der jüngste US-Luftangriff auf den Iran weckt Befürchtungen bezüglich der Ölversorgung aus der wichtigsten Erdöl produzierenden Region. Diese Entwicklung folgt auf die Vereinbarung der OPEC+, ihr Förderziel um weitere 500.000 Barrel pro Tag zu senken. Das und eine langsamere Wachstumsrate der US-Schieferproduktion lässt uns auf der Angebotsseite der Ölpreisgleichung positiver denken (obwohl die längerfristige Einhaltung der OPEC+ aufgrund früherer Verstöße mit einem Wort der Warnung einhergehen muss).

Auf der Nachfrageseite ermutigen uns bessere Wirtschaftsprognosen und eine mögliche Lösung des Handelskrieges zwischen den USA und China, die den internationalen Handel, die Nachfrage von Transport und Industrie und die Nutzung des Rohstoffs für chemische Produkte wieder beleben sollte. China, das eine wichtige Rolle für die weltweite Öl- und Gasnachfrage spielt, wird voraussichtlich die Elektrifizierung weiter vorantreiben.

Um von den höheren Ölpreisen zu profitieren, müssen die großen E&P-Unternehmen diszipliniert auf ihre Kapazitäten reagieren. Die Steigerung des Shareholder Value ist davon abhängig, dass die Ölgesellschaften ihre Investitionen weiter reduzieren. Die besseren Aussichten spiegeln sich im starken Gewinnwachstum für 2020 wider, aber noch nicht in den Bewertungen des Energiesektors.

Quelle: ETFWorld.de

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