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SPDR : Rezession? Welche Rezession?

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SPDR : Im Laufe dieses Jahres haben die globalen Aktien bis heute phänomenale 19% zugelegt und mehrere Indizes auf Rekordhöhe gebracht. …

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SPDR Strategie Espresso


Stefan Kuhn, Managing Director und Head of SPDR Deutschland


Die Anleger haben sich verständlicherweise gefragt, ob diese phänomenalen Renditen anhalten können. Diese Debatte verschärfte sich im August, als eine Flut von handelsbezogenen „Tweets“ von Trump und sinkende Makrodaten die globalen Anleiherenditen ins Wanken brachten.

Der Renditeaufschlag auf 2-jährige/10-jährige Treasury-Renditen wurde erstmals seit der globalen Finanzkrise in den negativen Bereich gedrängt.

Eine mildere Rhetorik und die anhaltende Verbesserung der Wirtschaftsdaten in letzter Zeit (einschließlich der deutschen Wirtschaft, die letzte Woche einer technischen Rezession nur knapp entgangen ist) haben jedoch das Vertrauen der Anleger gestärkt und die Aktien wieder in die Höhe getrieben.

Dieser Anstieg wurde begleitet von einem starken Rückgang des Wahrscheinlichkeitsindex für die Rezession der Fed Anfang dieses Monats. Auch der Fed-Vorsitzende Jerome Powell bekräftigte am Donnerstag im House Budget Committee seine Überzeugung von der Stärke der US-Wirtschaft.

Anleger zeigen sich optimistisch

Am deutlichsten zeigt sich der gestiegene Optimismus am Rentenmarkt, wo die Treasury-Kurve in den letzten Wochen deutlich steiler wurde, wobei die Renditen am kurzen Ende der Kurve zurückgingen und am längeren Ende leicht stiegen. Diese Steilheit des Bullen hat die Kurve endgültig aus dem Inversionsbereich herausgezogen, wobei der Renditeaufschlag des Treasury derzeit bei +21 Basispunkten liegt (dem höchsten seit Juli).

Wir gehen davon aus, dass bei einer weiteren Verbesserung der Situation Risikovermögenswerte genutzt werden können. Diese Einschätzung wird auch durch die hohen Barmittel unterstützt, auf denen die Investmentmanager derzeit sitzen. Zudem könnte „fomo“ (fear of missing out) bei Managern, die die vorangegangenen Risikorallyes verpasst haben, den Aktien bis zum Jahresende einen letzten Schub geben.

Positionierung für potenziellen Gegenwind

Eine offensichtliche Gefahr für die Positionierung eines Aktienzuwachses besteht in der Gefahr, dass ein weiterer handelsbezogener „Tweet“ die aktuelle Rallye zum Erliegen bringt. Anleger können dieses Risiko mindern, indem sie sich in stärker inländisch ausgerichteten Marktbereichen wie Mid-Cap- oder Small-Cap-Positionen bewegen.

Quelle: ETFWorld.de

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