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SPDR : Zeit, wieder real zu investieren?

SPDR : Zeit, wieder real zu investieren? TIPS zum Schutz vor Inflation

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SPDR Strategie Espresso


Stefan Kuhn, Managing Director und Head of SPDR Deutschland


Die Inflation ist in den meisten Regionen über die letzten Wochen gestiegen Zusätzlich hat der Konflikt zwischen den USA und Iran den Ölpreis unter Druck gesetzt. Solange der Konflikt noch köchelt sollte man daher die Marktstimmung und –dynamik gut beobachten.

State Street Global Advisors rechnet nicht mit einer stark steigenden Inflation. Trotzdem zählt die aufkommende Inflation zu den Risiken bzw. Unbekannten, die Anleger im Auge behalten sollten.

Institutionelle Anleger haben in der jüngeren Vergangenheit keine US TIPS (Treasury Inflation-Protected Securities) favorisiert, und sind damit einem Trend gefolgt, der schon länger existiert.

Die globalen ETF-Mittelzuflüsse in inflationsgesicherte Anleihen waren in 2019 mit 2,7 Milliarden USD unterdurchschnittlich wenn man die ETF-Gesamtzuflüsse im Fixed Income Bereich mit 260 Milliarden USD betrachtet.1

Unterschätzen Anleger das Risiko einer Aufwärtsüberraschung der Inflation?

PriceStats® deutet darauf hin, dass die US-Inflation im vierten Quartal außergewöhnlich robust war. In Verbindung mit dem Einbruch der Energiepreise im Jahr 2018, die nun aus der jährlichen Inflationsberechnung herausfallen, hat dies zu einer abrupten Wende in der Inflationsrate geführt. Gesamtinflationsrate und Kerninflationsrate werden sich nun auf über 2% annähern, so dass sich für das erste Halbjahr 2020 die Frage stellt, ob sie unter 2,5% bleiben werden.

Zu den wichtigsten Elementen, die für eine höhere US-Inflation sprechen, gehören:

– Der stabile Ölpreis führt zu einer Fortsetzung des Basiseffekts im Energiebereich im 1. Quartal 2020.

– Der durchschnittliche Stundenlohn wächst weiterhin mit über 3% p.a., vor dem Hintergrund eines 50-Jahres-Tiefs der Arbeitslosenquote (U3 bei 3,5%). Dies könnte die aktuelle Kernrate des Verbraucherpreisindex zwischen 2,3% und 2,4% stärken.

– Technische Unterstützung aufgrund der geringen erwarteten Emissionen in Q1 2020, insbesondere im 5- und 30-Jahresbereich.

– Eine positive makroökonomische Entwicklung für die USA im 1. Quartal 2020, da die Verbrauchernachfrage robust scheint.

– Die Dollarschwäche treibt die Importpreise nach oben.

Abgesehen von den Spannungen im Nahen Osten und dem potenziellen innenpolitischen Schlagzeilenrisiko der USA haben die Fortschritte bei der ersten Handelsvereinbarung das Risiko eines Handelskrieges teilweise beseitigt und die break-even Inflationsraten sind gestiegen. Dennoch bleiben Risiken für dieses positivere Bild bestehen.

Wir sollten den eher taktischen Charakter dieser „positiven“ Inflationsgeschichte hervorheben, da die Erwartungen für den VPI nach dem ersten Quartal 2020 weit weniger optimistisch sind.

Wie können sich Investoren zu diesem Thema positionieren?  US TIPS (Treasury Inflation-Protected Securities)

Vor dem aktuellen Hintergrund, dass TIPS zunehmend unterstützt scheinen und die gestiegene Risikobereitschaft TIPS im Vergleich zu nominalen Staatsanleihen geholfen hat, könnte sich dieser Trend fortsetzen und für einen relative value Trade TIPS vs. nominale Treasuries im ersten Quartal 2020 sprechen, wie in der Grafik (Link in der Email) dargestellt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich gegen steigende Inflationserwartungen zu wappnen und die Laufzeitprofile der verschiedenen Indizes wirken sich auf die Höhe der Performance-Abweichung aus. Eine andere Möglichkeit ist die Investition in kurzlaufende Unternehmensanleihen. Durch die damit einhergehende Verkürzung der Duration entgeht man den indirekten negativen Auswirkungen, die das Inflationsrisiko mit sich bringt – höhere Nominalrenditen und das daraus resultierende Risiko fallender Kurse.

Quelle: ETFWorld.de

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