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VanEck: Gegensätzliche Assetklassen ziehen sich an

Zinswende begünstigt niedrigeres Engagement in Industriestaaten und niedrigere Durationen im Anleiheportfolio…

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Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern und variabel verzinste Investment-Grade-Anleihen bieten niedrige oder negative Renditekorrelation zu US-Treasuries

Sogenannte Barbell-Strategien erfahren Rückenwind

In einem Umfeld der sich fortsetzenden Zinsnormalisierung in den Vereinigten Staaten (USA) und Europa sollten Anleger ihr Engagement in Industrienationen zurückfahren und allgemein die Durationen in ihrem Anleiheportfolio reduzieren. „Mit einem risikobasierten Ansatz sehen wir Anleger gut aufgestellt, insbesondere mit einer Kombination aus in Lokalwährungen begebenen Schwellenländeranleihen und variabel verzinsten Anleihen mit Investment-Grade-Rating“, sagt Fran Rodilosso, Head of Fixed Income ETF Portfolio Management bei VanEck. Das gelte insbesondere, nachdem die Federal Reserve zuletzt deutlich aggressivere Zinsschritte ankündigt habe.

Mit dieser Kombination profitieren Anleger auf der einen Seite von einem hohen Diversifizierungs- und Renditepotenzial von Schwellenländeranleihen, auf der anderen Seite von der relativen Sicherheit von US-Dollar denominierte Investment-Grade-Unternehmensanleihen mit einer durchschnittlichen Duration von nahezu Null. Diese divergierenden Asset-Klassen weisen ein gemeinsames Merkmal auf, das im aktuellen Umfeld entscheidend ist: eine niedrige oder sogar negative Renditekorrelation zu US-Staatsanleihen.

Neben einer besseren Positionierung gegenüber steigenden Zinsen in den USA könnte diese Portfolioallokation auch von anderen globalen Faktoren profitieren. Beispielweise durch die Tatsache, dass die Kreditspreads im Vergleich zu ihren historischen Durchschnittswerten zwar eng, aber angesichts des derzeitigen günstigen Umfelds gerechtfertigt seien, und dass positive Fundamentaldaten die US-Kreditvergabe weiter stützen werden. „Wir sehen kurzfristig auch keinen klaren Katalysator für eine erneute Stärkung des US-Dollars“, sagt Rodilosso. Das synchronisierte globale Wachstum, die steigenden Rohstoffpreise und verbesserte Fundamentaldaten dürften vielmehr die Lokalwährungen der Schwellenländer unterstützen.

Im vergangenen Jahr hätte ein solches Barbell-Portfolio, mit dem ein höherer Zinsertrag bei gleichbleibendem Risiko erwirtschaftet werden soll, ähnlich performt wie ein Portfolio, das in festverzinsliche Unternehmensanleihen investiert hätte. Auf risikobereinigter Basis hätte die Barbell-Strategie sogar outperformt. Obwohl die Erträge zurückgingen, profitierten die Renditen von einer geringeren Duration.

Quelle: ETFWorld

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