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VanEck : Goldkommentar: Gold profitiert vom abnehmenden Reflation-Trade

Reflation-Trade verliert aufgrund schwächelnder US-Administration an Momentum; US-Dollar sowie Nominal- und Realzinsen sind abgefallen …

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Joe Foster, Portfoliomanager und Stratege für die Gold-Fonds von VanEck


Reflation-Trade am Aktienmarkt hält weiter an, Anzeichen einer Blase mehren sich

Nachlassende Markteuphorie begünstigt Gold und Goldaktien

Der Goldkurs profitiert derzeit davon, dass der sogenannte Reflation-Trade in den Vereinigten Staaten (USA) nachlässt. „Mit einer Regierung, die ihre Politik nur schwer umsetzen kann und von Kontroversen geplagt ist, sinkt die Markteuphorie“, sagt Joe Foster, Portfoliomanager und Stratege für die Gold-Fonds von VanEck. In den Monaten nach der Wahl habe der Markt auf einen gleichzeitigen Anstieg von US-Aktien, US-Schatzpapieren und des US-Dollar gesetzt. Doch mittlerweile seien die Nominal- und Realzinsen sowie der US-Dollar-Kurs gesunken. Gold hingegen habe sich nach den Abverkäufen, die infolge der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten erfolgten, wieder erholt.

„Die einzige Anlageklasse, die immer noch an den Reflation-Trade zu glauben scheint, sind US-Aktien. Der S&P 500 erreichte zuletzt neue historische Höchststände“, berichtet Foster. Unternehmen wie Tesla und Apple hätten im vergangenen Jahr Kursgewinne von mehr als 50 Prozent eingefahren. Zudem erreichte die NYSE Margin Debt im April ein Rekordhoch. An der New Yorker Börse wurden Wertpapiere mit einem Gesamtvolumen von knapp 600 Milliarden US-Dollar auf Kredit gekauft. Zum Vergleich: Zu Höhepunkten der Technologieblase in 2000 und der Immobilienblase in 2007 lag dieser Wert bei etwa 220 beziehungsweise 400 Milliarden US-Dollar.

Platzt die Blase am US-Aktienmarkt?

„Diese beiden vorangegangenen Blasen gingen mit einem starken Wirtschaftswachstum von drei bis vier Prozent einher und folgten auf einen Straffungszyklus der Fed“, so Foster und fügt an: „Zwar weist der aktuelle Aktienmarkt nicht die wahnhaften Züge auf, die vor dem Platzen der Technologieblase zu beobachten waren. Allerdings fällt es uns im aktuellen Kontext einer Wirtschaft, die um zwei Prozent Wachstum ringt, schwer, die derzeitigen Aktienmarktbewertungen zu rechtfertigen – und die Federal Reserve ist auf Straffungskurs.“

Foster erwartet, dass auch der US-Aktienmarkt an Momentum verlieren dürfte. Davon könnten dem Experten zufolge der Goldkurs sowie Goldaktien profitieren. Insbesondere bei Letzteren sei die Lage derzeit günstig, immerhin hätten sie gerade erst den schlimmsten Bärenmarkt ihrer Geschichte von 2011 bis 2015 hinter sich gelassen und würden noch immer unter ihrem historischen Durchschnitt handeln. Foster sieht dementsprechend derzeit ein großes Aufwärtspotenzial bei Goldaktien.

Quelle: ETFWorld

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